Fotoausstellung „Where Love Is Illegal“ & Gespräch über die Situation queerer Geflüchteter in Deutschland
📅 Freitag, 09.10. 2026 um 19:30 Uhr
📍 Ort: Stadtlabor – Göttingen – Am Wilhelmsplatz 3 (Eingang neben der Treppe zur Alten Mensa)
Im Rahmen der Queeren Kulturtage Göttingen zeigt Amnesty International Werke aus der international vielbeachteten Fotoausstellung „Where Love Is Illegal“. Die Ausstellung erzählt die Geschichten von queeren Menschen weltweit und zeigt die Stärke, den Mut und die Schönheit queerer Communitys, trotz Unterdrückung, Hass und Verfolgung.
Umgeben von den Bildern der Ausstellung laden wir zum Gespräch mit Kristin Pelzer, Leiterin einer Beratungsstelle für queere Geflüchtete*, ein. Sie berichtet aus ihrer Arbeit mit queeren geflüchteten Menschen in Deutschland: von den strukturellen Hürden, mit denen queere Asylsuchende konfrontiert sind, und den politischen Baustellen, bei denen sich aus ihrer Sicht dringend etwas ändern muss. Gleichzeitig erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen in der Arbeit, davon, was sie von den Menschen, die sie begleitet, lernt, was sie an ihrer Arbeit bereichernd und ermutigend findet und warum es ihr wichtig ist, sich weiter zu engagieren.
Der Abend verbindet die fotografische Perspektive der Ausstellung mit persönlichen Einblicken in die Lebensrealitäten queerer Geflüchteter und die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland.
Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.
*Kristin Pelzer ist psychologische Psychotherapeutin und arbeite seit 2012 in der psychologisch-psychiatrischen Gesundheitsversorgung für geflüchtete Menschen. Nachdem sie mehrere Jahre in der humanitären Hilfe tätig war, leitet sie seit 2022 den Bereich PLUS for Refugees bei PLUS Rhein-Neckar e.V., einer Fachberatungsstelle, die sich für die Belange queerer Menschen einsetzt. In dieser Funktion begleitet sie mit dem Team von PLUS for Refugees geflüchtete lsbtiaq*-Personen in Baden-Württemberg, berät zu asyl- und psychosozialen Fragen und setzt sich politisch für die Rechte von queeren Geflüchteten ein. Ihre Arbeit macht sichtbar, mit welchen besonderen Herausforderungen queere Geflüchtete im deutschen und europäischen Asylsystem konfrontiert sind.
