Zum Internationalen Frauentag am 8. März waren wir mit einem Infostand am Alten Rathaus präsent, um ein Zeichen für die Rechte von Frauen weltweit zu setzen. Das große Interesse der Besucher:innen führte dazu, dass unsere Solidaritätspostkarten, Petitionen und das Infomaterial in kurzer Zeit komplett ausgegeben waren. Insgesamt verschickten wir 141 Solidaritätspostkarten zu 11 Fällen.
Diese Fälle behandeln Frauen, die zu Unrecht in Haft sind und denen teilweise die Todesstrafe droht. Mit den Karten wollen wir Druck aufbauen, damit die Frauen freigelassen werden oder faire Prozesse und Haftverbesserungen erhalten. Dass dieser Einsatz wirkt, zeigen die Erfolge seit dem letzten Jahr: So wurde Maryia Kalesnikava (Belarus) Ende 2025 freigelassen und konnte nach Deutschland ausreisen. Auch Sonia Dahmani (Tunesien) kam unter Auflagen frei, wenngleich wir hier weiter dranbleiben müssen, da die Anklagen bestehen bleiben.
Unsere diesjährigen Postkarten gingen in den Iran, um die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi sowie von Mahvash Sabet, Fariba Kamalabadi und Sharifeh Mohammadi zu fordern. Besonders dringlich ist die Lage für Varisheh Moradi und Pakhshan Azizi, denen im Iran die Hinrichtung droht. In der Türkei setzen wir uns für die Freilassung von Mine Özerden, Çiğdem Mater und der Rechtsanwältin Eren Keskin ein. Weitere Karten verschickten wir für Sayli Navarro Álvarez in Kuba, Marfa Rabkova in Belarus, die Anwältin Ruth López in El Salvador sowie die Menschenrechtsanwältin Imaan Mazari in Pakistan.
Zusätzlich haben wir mit einem Beitrag beim Open-Mic auf dem feministischen Fest darauf aufmerksam gemacht, warum Menschenrechte für Frauen so wichtig sind. Frauen sind weltweit in besonderem Maße Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt – oft allein deshalb, weil sie Frauen sind.
Wir bedanken uns bei allen Unterstützer:innen für diesen starken Tag!

