Am Donnerstag, dem 22.01.2026, hatten wir als lokale Amnesty-Gruppe die Möglichkeit, den preisgekrönten Dokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ zu sehen. Im Anschluss fand ein Publikumsgespräch mit Namik Arslan statt, einem Überlebenden des rassistischen Brandanschlags von Mölln 1992.
Der Film von Martina Priessner macht sichtbar, wie Briefe der Solidarität, die nach dem Anschlag an die Stadt Mölln geschickt wurden, jahrzehntelang unbeachtet im Archiv lagen und die Angehörigen der Opfer nie erreichten. Er zeigt eindrücklich, welche Bedeutung Erinnern haben kann. Nicht als bloßes Gedenken, sondern als aktiven Schritt hin zu Verantwortung, Zuhören und gesellschaftlicher Veränderung.
Das Gespräch mit Namik Arslan war für uns besonders bewegend. Wir sind sehr dankbar, dass er seine Geschichte und seine Perspektive mit uns geteilt hat. Seine Offenheit hat deutlich gemacht, wie tief die Folgen rassistischer Gewalt bis heute wirken und wie wichtig es ist, Betroffenen Raum zu geben und ihre Stimmen in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Veranstaltung war lehrreich, emotional und aufrüttelnd. Sie hat uns die Möglichkeit gegeben, gemeinsam zu erinnern und damit den ersten Schritt zu tun, um Verantwortung zu übernehmen und uns weiterhin entschieden gegen Rassismus und Menschenrechtsverletzungen einzusetzen.