1.05.2020 Internationaler Tag der Arbeit – Digitaler Einsatz für inhaftierte Arbeitsrechtsaktivisten Hilfsnetzwerk IG Metall und AMNESTY Deutschland

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ARBEITNEHMER/INNENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Wer sich gewerkschaftlich engagiert, sich für faire Löhne und gerechte Arbeitsbe­dingungen einsetzt, lebt in vielen Ländern gefährlich. Dabei ist das Recht, Gewerkschaften zu bilden und ihnen beizutreten, in internationalen Menschenrechtsabkommen festgeschrieben. So zum Beispiel garantieren sowohl Artikel 22 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte sowie Artikel 8 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, als auch die allgemeinen Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit das Recht, sich in Gewerkschaft zusammenzuschließen. Amnesty International setzt sich dafür ein, dass dieses Recht verwirklicht wird, denn weltweit werden Menschen, die sich für die Rechte von Arbeiternehmer_innen einsetzen, bedroht und strafrechtlich verfolgt.

An dieser Stelle möchten wir auf das neu gegründete Netzwerk der IG Metall und Amnesty Deutschland hinweisen. Das Netzwerk wurde auf Initiative der IG Metall im Februar 2020 gegründet, um verfolgten Gewerkschafter_innen besser helfen zu können. Mehr Informationen dazu auf der Website der IG Metall unter

https://www.igmetall.de/politik-und-gesellschaft/internationales/mit-metallstangen-geschlagen

Freiheit für Arbeitsrechtsaktivist Rubén González

Der venezulanische Arbeitsrechtsaktivist Rubén González wurde am 13. August 2019 zu 5 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, weil er sich für Arbeitsrechte eingesetzt hat. Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert  seine bedingungslose Freilassung. Rubén González hat eine Reihe gesundheitlicher Probleme und benötigt dringend angemessene medizinische Versorgung. Auch Sie können sich für seine Freilassung einsetzen unter:

https://www.amnesty.de/mitmachen/petition/freiheit-fuer-ruben-gonzalez?ref=25847

Arbeitsrechtlerin Li Qiaocha in Foltergefahr

Die chinesische Arbeitsrechtlerin und Feministin Li Qiaocha wurde am 16. Februar 2020 in Peking von der Polizei abgeführt und an einem unbekannten Ort inhaftiert. Bis heute hat ihre Familie keine Kopie eines Haftbefehls erhalten und weiß daher nicht, was Li Qiaocha zur Last gelegt wird. Es besteht große Sorge, dass sie gefoltert wird.

AMNESTY INTERNATIONAL setzt sich für ihre bedingungslose Freilassung ein, es sei denn, es existieren glaubwürdige und zulässige Beweise dafür, dass sie eine international anerkannte Straftat begangen hat, und ein Verfahren erhält, das den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entspricht. Auch Sie können sich für ihre Freilassung einsetzen unter:

https://www.amnesty.de/mitmachen/urgent-action/arbeitsrechtlerin-foltergefahr?ref=25847